Was ist ein psychologischer Berater, eine psychologische Beraterin

oder, ganz allgemein  gesprochen: Was ist eine psychologische Beratung?

Psychologie ist die Wissenschaft menschlichen  Erlebens und Verhaltens; Beratung bedeutet  gemeinhin, jemandem in helfender Absicht zu unterstützen. Somit könnte man die  psychologische Beratung als eine das  Verhalten und Erleben einbeziehende Unterstützung in schwierigen Situationen bezeichnen, also eine Beratung, die sich Erkenntnissen aus der Psychologie bedient und auch Methoden der Psychotherapie nutzt.

Aus meiner Ausbildungspraxis ergibt sich ein noch etwas erweitertes Bild. In den  Ausbildungen und Prüfungsvorbereitungen kann ich immer wieder eine Tendenz bei einigen meiner Schüler und Schülerinnen feststellen: Die Menschen, die zu uns kommen, interessieren sich durch die Bank für das Thema der psychiatrischen Erkrankungen. Sie sind dann allerdings teils erschlagen von der Fülle des Themas und ein Teil stellt fest, dass er oder sie überhaupt keine psychiatrischen Erkrankungen behandeln möchte.

Vielmehr ist es der Wunsch, sich auf dem Gebiet der Psychiatrie auszukennen, um den Klienten, die es betrifft, eine gute Beratung bezüglich der weiteren Vorgehensweise zukommen lassen zu können – bestenfalls ist es die Begleitung in eine Klinik oder zu einer psychiatrisch ausgebildeten Fachfrau oder einem Fachmann.

Wohingegen die Klientin, für die eine Beratung ohne Therapie in Frage kommt, in die eigene Beratungspraxis aufgenommen werden kann. Es ist eben der Wunsch, mit anderen Menschen (beratend) zu arbeiten, und dies auf eine verantwortungsvolle Art und Weise, also stets die eigenen Grenzen erkennend. Dabei kommen natürlich auch Erkenntnisse aus der Psychotherapie und auch die von dort stammenden Konzepte (zum Beispiel aus der Verhaltens- oder Gesprächstherapie) zum Tragen.

Mit Titeln wie „Counseler“ oder „psychologische Beratung“, die zudem nicht geschützt sind und somit auch keiner Qualitätskontrolle unterliegen, kann man durchaus seine Schwierigkeiten haben und auch ich habe mich schwer damit getan. Doch gerade weil es eben so uneinheitliche Maßstäbe diesbezüglich gibt, möchte ich mit diesen Ausbildungsunterlagen und der dahinter stehenden Ausbildung einen, wenn auch von mir selbst gesetzten Standard anbieten, der vor allem auf ein den Klienten gegenüber verantwortungsvolles Handeln fußt.

Daneben möchte ich aktuelles Wissen aus der Psychologie aber auch aus alternativen Disziplinen mit auf den Weg geben und schließlich einen „Methodenkoffer“ packen, der in der Praxis hilft, mit  Deinem Gegenüber eine probate Lösung zu erarbeiten.

Ich bin mir natürlich darüber im Klaren, dass keine Ausbildung, und schon gar nicht eine solche, die ganz ohne den Kontakt mit anderen stattfindet, die eigentliche Praxis ersetzen kann. Jedoch, und auch das war und ist Teil meiner Überlegungen, halte ich es für sinnvoll und wichtig, für all diejenigen so etwas wir ein Manual anzubieten, dass mindestens als Richtschnur und Inspiration dienen kann und soll, sich noch mehr, auch praktisch, mit der Beratung auseinanderzusetzen.

In diesem Sinne wünsche ich mir, dass Du durch die folgenden Ausführungen mehr als inspiriert sein wirst, was Deine Berufswahl angeht.